Als integraler Bestandteil der Modellierung im PMO optimieren wir 20 typisierte Wärmenetzcluster. Gemeinsam bilden sie die gesamte netzgebundene Wärmebereitstellung der öffentlichen Versorgung und industrieller Wärmenetze in Deutschland ab. Grundlage sind regionalisierte Daten von rund 90 Fernwärmenetzen, die wir anhand vergleichbarer Eigenschaften zu Clustern zusammengefasst haben.
Warum ist eine realistische Wärmemodellierung so entscheidend?
Wer zukünftige Energiesysteme realistisch modellieren möchte, muss Strom- und Wärmesektor gemeinsam betrachten. Insbesondere das Zusammenspiel von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), Power-to-Heat (PtH) und Wärmespeichern wird in Zukunft eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit und die Flexibilität des Gesamtsystems spielen:
- KWK-Anlagen koppeln Strom- und Wärmeerzeugung – deren Einsatz wird neben der Stromerzeugung zukünftig zunehmend durch Wärmebedarf und Speicherfüllstände bestimmt.
- PtH-Anlagen integrieren Stromüberschüsse in den Wärmesektor.
- Wärmespeicher schaffen die notwendige zeitliche Entkopplung und erhöhen die Flexibilität beider Technologien erheblich.
Unsere Analyse zeigt:
KWK-Anlagen bleiben eine tragende Säule der Wärmeversorgung und leisten einen wichtigen Beitrag zur gesicherten Leistung und Systemflexibilität. Ihr Einsatz wird jedoch zunehmend saisonaler: stärkere Konzentration auf die Wintermonate, Rückgang der Einsatzzeiten im Sommer. Treiber sind insbesondere wachsende saisonale Unterschiede bei der EE-Stromerzeugung, Strompreisen, zunehmender elektrischer Wärmebereitstellung und Wärmenachfrage.

Sie möchten wissen, wie Ihre Wärmeversorgung zukunftssicher, klimaneutral und robust gegenüber unsicheren Marktentwicklungen aufgestellt werden kann?
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Christoph Esser
Senior Analyst
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