Treibhausgasneutrale Stromerzeugung bis 2035 – Vergleich von Instrumenten für einen Erdgasausstieg

Ziel des Projekts für das Umweltbundesamt (UBA) ist es, die Dekarbonisierung der deutschen Stromerzeugung bis 2035 modellbasiert zu analysieren und zu bewerten. Dazu werden zunächst fünf Szenarien und drei Sensitivitäten mit dem europäischen Energiesystemmodell (SESAM) von r2b berechnet, die aktuelle nationale und europäische Klimaziele berücksichtigen. Diese Szenarien dienen als Referenz für die Bewertung politischer Instrumente, um eine treibhausgasneutrale Stromerzeugung zu erreichen.

Im Zentrum steht die Frage, welche Instrumente geeignet sind, um den Fuel-Switch von Erdgas zu Wasserstoff voranzutreiben. Dabei werden zwei Strategien analysiert: innovationsfördernde Ansätze (z. B. Subventionen) und exnovative Ansätze (z. B. Sanktionen gegen fossile Energien). Wegen der notwendigen Transformation gasbasierter Kraftwerke zu H₂-basierten Anlagen – inklusive möglicher Neubauten und Umrüstungen – wird auch die Bereitstellung und Infrastruktur von Wasserstoff einbezogen. Das sogenannte „Henne-Ei-Problem“ zwischen Kraftwerksplanung und Wasserstoffverfügbarkeit wird hierbei adressiert.

Die Analyse erfolgt in acht Arbeitspaketen: von der Modellierung der Szenarien (AP1) über die Ausgestaltung und Bewertung von Instrumenten (AP2-3), die Verzahnung mit der Wasserstoffinfrastruktur (AP4) und rechtliche Prüfungen (AP5) bis zur Kommunikation der Ergebnisse (AP7). Optional wird auch die Versorgungssicherheit untersucht (AP8). Ziel ist es, Handlungsoptionen für einen beschleunigten Ausstieg aus fossilen Energien aufzuzeigen.

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Auftraggeber

Umweltbundesamt (UBA)

Projektstatus

laufend

Projektpartner
  • Öko-Institut e.V.
  • Stiftung Umweltenergierecht

Projektleitung

Für Fragen rund um das Projekt, weiterführende Informationen oder Ihre konkrete Projektanfrage steht Ihnen Herr Diels gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.